Iran

Iran

Prolog:

Wenn wir vorher erzählten, wo wir hinfahren wollen, kam immer ein: “Ah, Iran. Äh… wie bitte? ” bzw. ein “Seid ihr verrückt?” oder ein “Das ist doch viel zu gefährlich!” Gegenüber anderen Personen (insbesondere nicht reiseaffiner, naher Verwandtschaft etc.) benutzten wir das Wort “Persien”. Das klingt doch viel besser. Die Reaktionen waren dann immer: “Uii, das ist aber nett.” bzw. “Das ist bestimmt kulturell interessant, aber wo liegt das eigentlich?” Und schon waren wir wieder bei der Diskussion. Andere sagten sogar: “Irak? Da ist doch Krieg?”. Nein, wir meinten Iran, das ist nebenan. J Man muss zugeben, Iran hat nicht unbedingt den besten Ruf – schon gar nicht als Reiseland. Das liegt daran, was unsere Medien über das Land berichten. Keinen interessiert, dass die Menschen dort gastfreundlich sind und man ständig zum Tee eingeladen wird. Aber das Atomprogramm ist schon ein Thema. Die politische Führung, insbesondere um Achmedinedschad hat alles getan, um diesen Ruf zu ramponieren. Die Hasspredigten des Präsidenten wirkten sich in der Vergangenheit auch auf den Tourismus aus. Siehe auch den Epilog unten. Entgegen mancher Berichte war das Erhalten eines Visums übrigens kein Problem.

 

Ich hatte wieder das gleiche Gefühl wie im Jemen, als ich mit meinen zwei Mitreisenden in Teheran ankam. Ungewissheit, ein bisschen Besorgnis, aber auch eine große Portion Abenteuerlust. Das war definitiv etwas Neues. Wir tauschten ein bisschen Geld am Flughafen und mussten unsere Koffer durchleuchten lassen. Erst mal wurden wir fast überrannt von außen stehenden Taxifahrern. Jeder wollte uns fahren, allerdings verlangten alle das gleiche, nämlich 10 Euro – für Iran eine riesige Summe. Aber keine Chance auf Verhandeln – die sprechen sich dort natürlich ab. Einer der Fahrer brachte uns in die Innenstadt, zu einem kleinen Hostel, in dem wir gleich eincheckten. Ich kannte schon das Spiel aus Asien, bei dem der Fahrpreis nach der Fahrt grundsätzlich ein Stück höher ist, als man vereinbart hatte und dann rumgeschrien wird, wenn man nicht mehr bezahlt. Wir gaben ihm einfach genau 10 Euro und gingen ins Hostel. Zuerst dachten wir, dass der Inhaber dort sich verrechnet hatte, aber es stimmte. 9 Euro pro Nacht. Aber für 3 Personen zusammen! Wir legten uns erst mal eine Runde hin und starteten den ersten Erkundungsgang.

Stadtparks schaffen die Abwechslung zum hektischen Verkehr in Teheran.

Stadtparks schaffen die Abwechslung zum hektischen Verkehr in Teheran.

Seit dem Verlassen des Flugzeugs mussten meine beiden Begleiterinnen ständig ein Kopftuch tragen, was anfangs in den ersten Tagen für sie sehr ungewohnt war. Wir übten das “über die Straße gehen”, was gar nicht so einfach ist und schauten uns den nahegelegenen Park, sowie die Gegend um das Innenministerium und den Imam-Khomeini-Platz. Für unser Mittagessen besuchten wir ein Restaurant und hatten wieder den üblichen Preisschock: 1,89 Euro pro Person mit Getränk. Wir fühlten uns wohl (und reich^^). Weiteres Highlight ist das Juwelenmuseum mit sehr eindrucksvollen Ausstellungsstücken. Auf den ersten Blick ist Teheran zugestopft mit Verkehr und Lärm. Natürlich fallen auch die Sittenwächter an jeder Ecke auf, die darauf achten, dass sich Frauen ordentlich kleiden und Männer und Frauen sich nicht näher kommen und sich unterhalten. Das ist nämlich alles sittenwidrig. Touristen sind dabei aber recht gut außen vor. Abends fuhren wir mit der U-Bahn (0,42 Euro für uns alle) noch zum überdimensionierten Azadi-Monument, eines der Wahrzeichen der Stadt unübersehbar und ein Relikt aus der Zeit des Schahs. Die Revolutionsführer versuchten später das verhasste (und auch nicht sehr schöne) Gebilde abzureisen, schafften es aber nicht, weil es zu stabil war. Also gab man ihm einen neuen Namen und alle waren zufrieden.

Das Azadi Monument ist eines der wenigen Relikte der Shah Zeit.

Das Azadi Monument ist eines der wenigen Relikte der Shah Zeit.

Heute stand eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Wir fuhren mit der U-Bahn bis zum großen Basar. So stellt man sich einen richtigen persischen Markt vor. Alle Sinneseindrücke werden hier angesprochen – von den Düften der Gewürze, bis hin zu den eindrucksvollen Gewölben. Natürlich kauften wir auch ein. Immer wieder wurden wir in dieser Stadt auf Deutsch angesprochen, so wie auch hier. Ein Professor, junge Leute, die Familien in Deutschland haben und alle wollen meist eines wissen: Wie wir Iran finden. Bis jetzt natürlich super! 😉 Besondere Highlights sind noch der nahegelegene Palast und die Moschee des Basars mit einem der hierzulande charakteristischen Pools.

Basar in Teheran.

Basar in Teheran.

Palast in Teheran nahe dem Basar.

Palast in Teheran nahe dem Basar.

 

Am nächsten Tag fuhren wir nach Tochal, dem Hausberg Teherans. Es ist nicht ganz einfach, dort hinzukommen. Man fährt mit der U-Bahn (ebenfalls nicht ganz einfach am Anfang) bis zur Endstation und von dort mit dem Taxi, bzw. Sammelbus weiter. Mit einem Shuttle gelangt man zur Talstation. Surreal anmutend im Iran sind die Schlange stehenden Snowboard- und Skifahrer. Aber das Gebiet ist hervorragend für den Wintersport geeignet. Wir mussten etwas warten, bis der Lift wegen des starken Windes freigegeben wurde. Erst dann ging es nach oben. Für die Wintersportler war der Tag dagegen gelaufen, da der Lift nur zu einer Zwischenstation fuhr. Die längste Gondel der Welt ist an sich schon sehr interessant. Sie ist für unsere Verhältnisse uralt, funktioniert aber und brachte uns zu einer Blockhütte an einer Zwischenstation. Ich fühlte mich wie in den Alpen, wäre da nicht die gigantische Dunstglocke über Teheran, deren Ausmaß ich erst jetzt richtig sah. Die Autos in Teheran sind schon aufgrund des Boykotts und der Wirtschaftslage eher älteren Modells und ohne Katalysator. Dazu kommen ein mittelmäßiger ÖVPN und zehntausende sehr in die Jahre gekommener Motorräder. Zurück im Hotel packten wir und fuhren am Abend zum zentralen Busbahnhof. Ein Ticket zu kaufen ist eine echte Herausforderung, aber ein netter junger Mann half mir und wir bahnten uns den Weg durch die überfüllten Hallen und den hunderten Schaltern. 30 Minuten später hielt ich unsere Tickets nach Hamedan in der Hand.

Skifahren in Iran? Klar. Natürlich! ;-)

Skifahren in Iran? Klar. Natürlich! 😉

Die Fahrt mit dem Nachtbus ist ein Genuss. Es gibt Sitze, die man soweit zurückstellen kann, dass ein Schlafen problemlos möglich ist. Und nicht zu vergessen, ein nagelneuer Bus, der auf einer gut ausgebauten Autobahn dahingleitet. Mitten in der Nacht suchten wir uns ein schönes Hotel, das kaum teurer war als das erste und fielen wieder ins Bett.

Hamedan ist auf den ersten Blick schon deutlich angenehmer. In Teheran hatte mich der Smog und die schlechte Luft stark mitgenommen (Nasenbluten ist hier an der Tagesordnung) und hier fühlte ich mich schon besser. Der Blick auf die majestätischen schneebedeckten Berge ist auch dank weniger Smog deutlich schöner. Wir frühstückten eine Art Krapfen mit Fleischinhalt und allerlei Zutaten. War aber sehr lecker. Danach ging es per Taxi (10 Minuten – 14 Cent!) zum Busbahnhof und per Bus (1 Euro, ca. 1 Stunde) zu den Ali Sadr Höhlen. Diese Tropfsteinhöhlen sind so gut wie nicht besucht, obwohl sie ein absolutes Muss sind. Mit einem Boot, das von zwei strampelnden Iranern im Tretboot gezogen wurde, fuhren wir durch die eindrucksvolle Höhle. Einen Teil läuft man allerdings auch immer wieder zu Fuß. Touristen haben wir übrigens keine gesehen, mit Ausnahme von ein paar einheimischen Besuchern. Eine junge Frau sah mich im Besucherzentrum an und sprach mit ihrem Vater, welcher mich und meine beiden Mitreisenden daraufhin zu sich nach Hause einlud. Leider wohnten sie in Kermanschah und damit nicht in der Nähe unserer Route, aber vielleicht war es auch besser so. Der Grund für die Einladung war, dass die Tochter den Vater bat, aus Interesse mich anzusprechen. Und das wird dann offen kommuniziert. So läuft das hier also. Sehr interessant. 😉 Weiter fuhren wir mit einem Taxi zu den Wasserfällen bei Ganj Nameh. Auch hier genossen wir die frische Luft in den Bergen bei einer kleinen Wanderung und gutem Essen in einem traditionellen Restaurant.

Sehenswerte Ali Sadr Caves nahe Hamedan.

Sehenswerte Ali Sadr Caves nahe Hamedan.

Auch wenn uns alle Iraner, die wir trafen abrieten dort hinzufahren, da diese Stadt doch erzkonservativ sei und ablehnend uns gegenüber wäre, sind wir mit dem Bus nach Qom gefahren. Das religiöse Zentrum Irans wimmelt nur so von der geistigen Elite des Landes. Alle wichtigen Kleriker sitzen hier, wo auch einer größten touristischen Highlights Irans steht. Der Schrein der Fatima Masuma. Die Iraner halten nicht besonders viel von den religiösen Hardlinern ihres Landes, das hört man leicht raus. Entsprechend wenig mögen sie auch diese Stadt. Da für uns aber das touristische und nicht politische Iran im Vordergrund steht, konnten wir diesen Ort kaum auslassen. Nicht Muslimen ist es generell verboten, die Anlage zu betreten, aber nach einem kurzen Gespräch mit den sehr netten Sittenwächtern durften wir hinein. Bedingung: Keine Fotos machen! Darauf wird innerhalb der Anlage sicherheitshalber auch noch mal per Schild an jeder Ecke hingewiesen. Sarah und Kerstin bekamen ohnehin einen Ganzkörperumhang, der zugehalten werden muss und es nicht mal ansatzweise erlaubt ein Foto zu machen. 😀 Die Anlage drinnen ist fantastisch. Ich bin selten sprachlos, aber hier war ich es. Die Atmosphäre ist freundlich, offen, friedlich und gemütlich. Irgendwann kam ein Sittenwächter zu mir und fragte, ob wir Touristen sind. Ich dachte erst, dass es jetzt Probleme gibt, weil nicht Moslems ja theoretisch hier nicht hineindürfen. Aber nein, er fragte mich, ob er ein Foto von mir vor dieser Kulisse schießen solle. Ich konnte meine Freunde kaum verbergen. Natürlich! Dann sagte er, ich solle so viele Aufnahmen machen, wie ich will und sie dann zuhause meinen Freunden zeigen, damit diese wüssten wie schön Iran ist. Ich versprach und erfüllte mit mehreren Fotoabenden zuhause dieses Versprechen. Ein tolles Erlebnis ist dieses Heiligtum und wir blieben bis zur Dunkelheit. Aus Respekt vor dem Glauben dieser Menschen gingen wir allerdings nicht in das Innere des Schreins. Das steht uns dann wirklich nicht zu.

Einer der höchsten Heiligtümer Irans. Der Schrein der Stadt Qom. Mit einigem Smalltalk kommt man auch hier rein.

Einer der höchsten Heiligtümer Irans. Der Schrein der Stadt Qom. Mit einigem Smalltalk kommt man auch hier rein.

Wieder ein spannender Teil führte uns mit einer Eisenbahn durch die Wüste bis nach Isfahan. Die Fahrt ist ein echtes Erlebnis und dauert von Hotel zu Hotel fast den ganzen Tag. Hier hatten wir genug Zeit zu schlafen, unser Kassenbuch zu aktualisieren (heftig, wie wenig wir bisher ausgegeben haben), zu reden, oder auch einfach nur aus dem Fenster in die unendliche Weite des Landes zu schauen. Gegen Ende fährt man noch an der Atomanlage in Isfahan vorbei. Ein einschüchternder Anblick. Die Luftabwehrgeschütze und die unglaubliche Abwehrkette sind prägnant auf dieser Fahrt. Die Sanktionierung dieses Landes sind Ergebnis der sich hinziehenden ewigen Verhandlungen zwischen dem Westen und Iran, worunter hauptsächlich die Menschen vor Ort leiden. Ich hoffte, dass es irgendwann möglich sein sollte, eine Einigung zu erzielen.

Fahrt durch die Wüste mit der Eisenbahn nach Isfahan.

Fahrt durch die Wüste mit der Eisenbahn nach Isfahan.

In Isfahan angekommen, kümmerten wir uns zuerst um die Weiterreise nach Shiraz. Allerdings waren die Hotels aufgrund des persischen Neujahrs ausgebucht. Deswegen mussten wir am nächsten Tag noch mal kommen. Durch die Parks und entlang der großen Hauptstraße, in der wir hauptsächlich Geschäfte fanden, wanderten wir in Richtung Uferpromenade und der Hauptsehenswürdigkeit, der wunderschönen alten Brücke. Kleiner Haken daran: Die Brücke war zwar da, aber kein Wasser. Wie bitte? Der Fluss war einfach weg. Man erzählte uns, dass eine andere Region kein Wasser mehr hat und die Politik den Fluss einfach umgeleitet hat. Was nicht passt, wird halt passend gemacht. Trotzdem ist der Platz nicht schlecht und wir nutzten die Gelegenheit, auch unter der Brücke durchzulaufen.

Berühmte Brücke in Isfahan. Leider seit kurzem ohne Wasser.

Berühmte Brücke in Isfahan. Leider seit kurzem ohne Wasser.

Am nächsten Tag besichtigten wir die Moscheen Masjed-e-Shah und Masjed-e-Sheik Lotfollah am wundervollen Platz Naqsh-e-Jahan Imam Sq. Hier kann man besonders gut persische Kunst sehen. Die Eingänge, die Malereien, und die Kunst sind sehr beeindruckend. Weiter schlenderten wir durch den Bazar-e-Bozorg, ein einziges Labyrinth unter uralten Gewölben. Hier gibt es wirklich alles. Gewürze, Teppiche, Handwerk, Lebensmittel. Dank der Karte unseres Lonely Planet fanden wir mühelos die Masjed-e Hakim, die älteste Moschee der Stadt. Es ist schon beeindruckend, was in Persien “alt” bedeutet. Bei uns zulande ist “alt” schon ein hundert Jahre, hier sind es ein Vielfaches. Auch die Ali Moschee mit dem sehr hohen Minarett muss man im Labyrinth des Basars erst mal finden. Abends stand dann unsere Abreise auf dem Plan. Wir fuhren weiter nach Shiraz.

Das Herz Isfahans mit einem Pool und beeindruckenden Moscheen.

Das Herz Isfahans mit einem Pool und beeindruckenden Moscheen.

Trotz aller Bekundungen fanden wir sehr schnell ein Hotel, das nicht mal ansatzweise “voll” war. Auch die erste Erkundung hatte was zu bieten. Für eine schöne alte Burg in der Stadtmitte, sowie einen kurzen Gang auf den Markt war noch genug Zeit. Außerdem deckten wir uns ordentlich mit diversen Sachen ein. Wir hatten noch ganze vier Tage hier in Shiraz bis zu unserem Flug nach Dubai und auch einiges zu sehen. Wir buchten zusammen mit Malcom, einem Kanadier, den wir im Zug nach Isfahan kennengelernt haben, eine Tour nach Persepolis und planten den weiteren Aufenthalt.

In Shiraz sahen wir uns die “Pinke Moschee”, die Madraseh-ye Khan (Koranschule), die gerade renoviert wurde, und liefen natürlich zum Schrein Aramgah-e Shah-e Cheragh (Mausoleum des Königs des Lichts). Was wir in Qom nicht konnten, wurde jetzt hier möglich. Ein Wächter lud uns ein, den Schrein von innen anzusehen. Streng nach Geschlechtern getrennt – versteht sich. Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass ich überwältigt war. Tausende von Spiegelstücken spiegelten das grüne Licht. Innen wurde gebetet. Was für eine Atmosphäre! Ein echtes Highlight. Der Palast am Ende des Tages, wo wir den Sonnenuntergang ansahen, stand dem in nichts nach.

Der Schrein in Shiraz ist einer der wenigen, die man von innen zu sehen bekommt.

Der Schrein in Shiraz ist einer der wenigen, die man von innen zu sehen bekommt.

Spiegelpalast in Shiraz beim Sonnenuntergang.

Spiegelpalast in Shiraz beim Sonnenuntergang.

Mit Malcom fuhren wir am nächsten Tag nach Persepolis. Wer denkt, dass man dieses Erlebnis für sich alleine hat, irrt sich. Hier sind tausende Touristen (aber immer noch waren wir die einzigen Westler), die in die Anlage strömen. Der Grund ist naheliegend. Es gibt kaum so gut erhaltene Ruinenanlagen, die gleichzeitig so alt sind. Es ist beeindruckend, was zu dieser Zeit (ca. 400-500 v.Chr.) gebaut werden konnte. Die Eintrittspreise für Ausländer sind vergleichsweise sehr hoch. Damit meine ich 3,50 Euro. 😉 Die Iraner zahlen nur einen Bruchteil davon. Wir besorgten uns nach langem hin und her Iranische Tickets (das ist gar nicht so einfach – kaufen lassen ist hier die Devise). Alle anderen gingen einfach durch (hier ist die Verkleidung für die Mädels mal praktisch), ich wurde natürlich als auffälliger Deutscher von der Polizei rausgezogen. Er fragte mich, warum ich ein Iranisches Ticket habe und ich antwortete (als würde ich nichts verstehen) “Student”. Mit dieser Erklärung und im Glauben, ich sei ein Austauschstudent gab er sich zufrieden und ich durfte durch. Mein Herzschlag war aber noch ein paar Minuten leicht erhöht. Wir ließen uns noch zu den naheliegenden imposanten Grabanlagen fahren und fuhren danach wieder nach Shiraz.

Spektakuläre Ruinenanlage Persepolis.

Spektakuläre Ruinenanlage Persepolis.

 

Als der Flieger abhob, dachte ich mir: “Hierher komme ich zurück.” Das ist keine Frage. Soviel Gastfreundschaft (an jeder Ecke wird man auf einen Tee eingeladen) habe ich selten gesehen. Soviel kulturelle Schätze ebenfalls. Ich hoffe, dass sich dieses Land weiter öffnet und mehr Touristen kommen.

 

Epilog:

Kurz nach unserer Abreise fanden die Präsidentschaftswahlen statt, in denen der Reformer Rohani überraschend gewann. Getrieben von den Sanktionen und der vor sich hin kriechende Wirtschaft folgte Rohani seit dem einem beispiellosen Öffnungskurs. Anti-USA Plakate verschwanden plötzlich, die Rechte der Sittenwächter wurden eingeschränkt, Kontrollen im Atomprogramm wurden zugelassen, Hasspredigten wurden eingestellt und ein Teil der politischen Gefangenen wurden freigelassen. Die Antwort des Westens kam rasch: Sanktionen wurden gelockert, Gelder freigegeben. Das Land steht nun vor einer Zerreißprobe. Es ist noch nicht klar, ob die Reformer sich durchsetzen, oder die konservativen Kräfte, die es nach wie vor gibt. Die nähere Zukunft wird viel über das Land entscheiden. Hoffen wir das Beste für Iran und seine Menschen.

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